Autor-Archiv Matthias

150-jähriges Jubiläum und eine besondere Ehrung

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung konnte die Freiwillige Feuerwehr Westach auf ein arbeitsreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken. Insgesamt wurden 33 Einsätze verzeichnet, wobei ein wiederkehrendes Ereignis für Aufmerksamkeit sorgte: ein brennender Papiercontainer beim Nettomarkt beschäftigte die Einsatzkräfte mehrfach.


Die Feuerwehrleute leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 288 Einsatzstunden. Darüber hinaus investierten sie viel Zeit in ihre Ausbildung und Vorbereitung – insgesamt wurden 619 Übungsstunden abgehalten.


Auch die Jugendfeuerwehr zeigte erneut großes Engagement. Mit 281 Übungsstunden bewiesen die jungen Mitglieder ihren Einsatzwillen und ihre Begeisterung für den Feuerwehrdienst. Ein besonderes Highlight war ein gemeinsamer Ausflug zum Go-Kart-Fahren, der den Teamgeist weiter stärkte.


Ein bedeutendes Ereignis steht in diesem Jahr bevor: Das 150-jährige Jubiläum der Feuerwehr Westach wird am Sonntag, den 28. Juni 2026, im Rahmen des Isner Volksfestes gefeiert. Am Nachmittag ist ein Wettbewerb geplant, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gibt.
Zusätzlich findet am 15. August 2026 ein Feuerwehrfest am Gerätehaus in der Haager Straße statt, das ebenfalls im Zeichen des Jubiläums steht und die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, mitzufeiern. Für das leibliche Wohl wird mit Speisen und Getränken gesorgt. Neben einer musikalischen Umrahmung wird es auch Unterhaltung für die jungen Besucher geben.


Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung war die Ernennung von Hans Zeheter zum Ehrenmitglied. Für über 25 Jahre als erster Vorstand wurde ihm Anerkennung ausgesprochen. In dieser Zeit hat er sich durch außerordentliche Verdienste um das Feuerwehrhaus sowie den Verein in besonderer Weise hervorgetan und die Entwicklung des Vereins maßgeblich geprägt.

Vereinsausflug mit spannenden Einblicken

Am 14. September unternahmen wir einen abwechslungsreichen Ausflug, der Technik, Geschichte und Geselligkeit miteinander verband.

Unser erstes Ziel war das Bergwacht Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz. Dort erhielten wir eine spannende Führung durch die große Übungshalle, in der die Bergwacht selbst das Konzept und die Übungsszenarien entwickelt hat.

Besonders beeindruckend war die ganzheitliche Betrachtung der gesamten Rettungskette – vom Anflug mit dem Hubschrauber über die eigentliche Rettung bis hin zur Übergabe im Schockraum. Die Halle bietet vielfältige Trainingsmöglichkeiten, darunter zwei Hubschrauber-Simulatoren, einen Tunnelrettungsbereich und eine Kletterwand. Sie war die erste ihrer Art weltweit und dient inzwischen als Vorbild für zwei weitere Ausbildungszentren auf der Welt.

Nach dem informativen Vormittag stärkten wir uns beim Mittagessen im Weißbräustüberl in Miesbach. In gemütlicher Atmosphäre genossen wir gute bayerische Küche.

Am Nachmittag besuchten wir das Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee. Das Museum besteht aus einem Dorf mit zahlreichen historischen Gebäuden wie Bauernhöfen, einem Wirtshaus und einer Kapelle, die an anderer Stelle abgetragen und auf dem Gelände originalgetreu wieder aufgebaut wurden. Während einer interessanten Führung erfuhren wir viel über das Leben in der „guten alten Zeit“, das für die Menschen damals jedoch sehr hart war und stark vom Aberglauben geprägt wurde. Dabei lernten wir auch, woher bekannte Redewendungen wie „man liegt flach“ oder „Geld auf der hohen Kante haben“ stammen.

Zum Abschluss ließen wir den schönen Tag bei Sonnenschein im Biergarten gemütlich ausklingen. Gestärkt und voller neuer Eindrücke traten wir schließlich die Heimreise an – ein gelungener Ausflug, an den wir sicher noch lange gerne zurückdenken werden.

Gruppe der Feuerwehr Westach besteht Leistungsprüfung mit Bravour – Von der Prüfung in den Einsatz

Neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Westach stellten sich in diesem Jahr erneut der Leistungsprüfung im Bereich „Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. Eine Woche lang wurde intensiv für den Ernstfall geübt – angenommen wird hierbei ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.

Zu den Aufgaben der Prüfung gehörten unter anderem die Verkehrssicherung, der Brandschutz, die Betreuung eines Verletzten sowie der Aufbau und die fachgerechte Bedienung von hydraulischem Rettungsgerät zum Schneiden und Spreizen eines Fahrzeugs.

Am Freitag den 18.07. fand schließlich die Abnahme der Prüfung statt. Als Prüfer waren Walter Maier, Werner Axenböck und Natalie Kienmüller-Stadler vor Ort. Auch die 1. Bürgermeisterin Irmgard Hibler war anwesend und überzeugte sich persönlich von der Leistungsfähigkeit der Kameraden. Alle teilnehmenden Feuerwehrleute meisterten die gestellten Aufgaben fehlerfrei und innerhalb der vorgegebenen Zeit. Besonders erfreulich war, dass Josef Jell und Markus Raich die höchste Stufe 6 – Gold-Rot – erfolgreich ablegten.

Doch zur verdienten Feier kam es zunächst nicht: Direkt nach der Übergabe der Abzeichen wurden die neun Kameraden zu einem Einsatz gerufen. Die Brandmeldeanlage der Grund- und Mittelschule hatte Alarm ausgelöst. Vor Ort konnte jedoch rasch Entwarnung gegeben werden – ein defekter Rauchmelder war die Ursache.

V.L.: Markus Raich (Gold-Rot, Stufe 6), Martin Zott (Gold-Blau, Stufe 4), Thomas Wegmaier (Gold-Grün, Stufe 5), Christoph Nußrainer (Gold-Grün, Stufe 5), Alexander Angermaier (Gold-Blau, Stufe 4), H.L. Werner Axenböck (Prüfer), Natalie Kienmüller-Stadler (Prüferin), Simon Klutschewski (Bronze, Stufe 1), Josef Jell (Gold-Rot, Stufe 6), Martin Nußrainer (Gold, Stufe 3), Gerhard Rosenhuber (Gold-Grün, Stufe 5), Walter Maier (Prüfer) und Florian Nußrainer (1. Kommandant).